Maximilian Müller

Grafik / Druckgrafik · Malerei · Zeichnung
12./13. September · Kunstpunkt 80
Rather Straße 66 · im Hof
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01917
Winter 1811  2018 · Öl auf Nessel · 100 x 82 cm
In meiner Arbeit versuche ich die künstliche Konstruktion digitaler Welten durch das Phänomen des „Glitch“ zu zeigen. Diese desaströse Dekonstruktion reißt die Haut der Illusion auf und gibt mir die Möglichkeit, einen Blick auf die endlose Leere hinter der Komfortzone der einfachen Spielwelten mit ihren Mechanismen und Regeln zu werfen. Dies führt im Umkehrschluss zu Fragen nach der Realität und unserer Vorstellung davon. Durch die Kombination realer Elemente mit dem Bruch versuche ich die Ästhetik des Glitch zu nutzen, um die Umgebung in ihre Bestandteile zu zerlegen.
Ein weiterer Teil meiner Arbeit ist das herstellen künstlicher Räumlichkeit auf einer flachen Leinwand. Hiermit versuche ich unter Zuhilfenahme von Überlagerung und Schattenwurf eine Illusion von Tiefe zu erzeugen um meinen Kompositionen eine komplexere Struktur zu verleihen. Spritzmuster nutze ich hierbei gerne wegen ihrer hochdynamischen Natur. Dabei geht es darum der flüchtigen Bewegung eine temporäre Stabilität zu geben die den Bildern die Anmutung einer Momentaufnahme gibt.
Während eines Arbeitsstipendiums in China 2017 entdeckte ich traditionelle chinesische Wasserfarben für mich und nutze diese in Schichtungen zusammen mit feinen Tuschezeichnungen. Die dabei entstehenden Papierarbeiten wirken auf den ersten Blick fast wie Druckgrafiken und offenbaren ihren wahren Charakter erst bei genauerer Betrachtung. Den Beobachter dazu zu bewegen meine Arbeiten länger zu betrachten um ihre D