Ingrid Flohry

Malerei · Zeichnung
28./29. August · Kunstpunkt 137
Düsseldorfer Straße 90 · im Hinterhof
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ingridflohry.de
info@ingridflohry.de
Tel. 0163.680 10 27
Das Atelier ist barrierefrei zu erreichen

Doppelsphären  2020 · Bedruckte Folie, Spiegel, Formmasse · je 3,50 x 1,25 m

Die vielfältigen Bezugspunkte räumlicher Konstruktion, die wir aus Ingrid Flohry’s, teils großformatigen Aquarellen kennen, werden in dieser Installation in eine raumgreifende, dreidimensionale Arbeit überführt. Die Gitterstruktur ihrer Bilder nutzt sie hier, um ein Netz aus Raumkoordinaten zu schaffen, das die visuelle Aufmerksamkeit mit Sogwirkung auf zentral montierte runde Spiegel lenkt; Luken, die den Blick auf eine andere Welt freigeben. Gefühlt ist es die Aussicht auf ein Ziel zuzulaufen, von dem man gerade erst aufgebrochen ist. Im Spiegel stellt sich nur das dar, was hinter einem liegt. Auch bei Lewis Carroll heißt es im originalen Titel: „Through the Looking‐Glass, and what Alice found there“. Jenseits der visuellen Komplexität ist die Installation ein Angebot, den Raum anders wahrzunehmen und sich für neue Eindrücke zu öffnen, kurzum die Architektur als Möglichkeit zu begreifen. Ingrid Flohry stellt dabei den Spiegel ins Zentrum ihrer Installation. Er antwortet direkt und visuell auf die vorgefundene Situation und macht die dahinter liegende Mauer zu einer Leinwand, auf der sich Raum und Besucher wieder finden. Er suggeriert und reflektiert zugleich das Geschehen, ganz so wie es William Shakespeare einmal treffend formulierte: „art is a mirror held up to nature“.