Peter Neunzig

S(t)einsfrage · Wz.: 4232025 · Öl auf Leinwand · 100 x 80 cm
Malerei · Medienkunst · Objekt
19./20. September
Kunstpunkt 164
Maikammer 1
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„Was ist das Sein?“ Der Stein verweist über seine materielle Erscheinung hinaus. In Anlehnung an Martin Heidegger unterscheidet Neunzig zwischen dem sichtbar „Seienden“ - den Dingen der Welt - und dem tieferen „SEYN“, das sich hinter ihnen verbirgt. Heideggers Gedanke „Das Seiende ist - das SEYN aber west“ wird hier bildnerisch erfahrbar. Der Stein manifestiert Sein, ohne vollständig erklärbar zu werden.
Zugleich greift das Bild die S(t)einsfrage Heideggers Kritik an der technischen Moderne auf: Natur wird heute oft nur noch berechnet, nicht mehr erlebt. Neunzig setzt dem einen stillen Gegenpol entgegen. Der Stein wird zum Sinnbild einer Wirklichkeit, die älter ist als der Mensch und ihn dennoch einschließt. In seiner Form begegnen sich Erdgeschichte und menschliche Existenz, Vergänglichkeit und Dauer.
Die „S(t)einsfrage“ wird so zu einer Meditation über den Menschen als Teil eines größeren, verborgenen Zusammenhang des Seins. - Des Seins, das alles umfasst und unfassbar ist.
Annegret Neunzig
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