Marina Sailer

Festliche Zeit2026 · Mischtechnik auf Leinwand · 135 x 180 cm
Malerei · Skulptur
19./20. September
Kunstpunkt 181
Ronsdorfer Straße 85
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marina-sailer.de
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Tel. 0160.581 58 33
In meiner Kunst suche ich nach einer neuen Verbindung – zwischen Mensch und Natur, zwischen Innenwelt und Außenwelt, zwischen dem, was wir erbaut haben, und dem, was uns erbaut hat. Ich male Räume: Alte, von der Zeit durchdrungene Innenräume, die mit hohen Decken, Stuck, Kristallleuchtern und stiller Würde erzählen, was einmal möglich war. Diese Räume sind keine nostalgischen Kulissen – sie sind fragile Zeugen einer Baukultur, die immer seltener wird.
Heute werden sie abgerissen, ersetzt durch seelenlose, billig errichtete Neubauten. Parallel dazu schwindet das Grün in unseren Städten – Bäume, Gärten, Lebensräume verschwinden im Schatten von Beton. Meine Malerei widersetzt sich dieser Entwicklung. Sie bringt das zusammen, was getrennt wurde: die Tiefe jahrhundertealter Architektur und die stille Kraft der Natur.
Ich male nicht die Trennung, sondern die Sehnsucht nach Einheit. Pflanzen durchbrechen Mauern, Licht fällt in Räume wie eine Erinnerung. Natur ist bei mir kein Dekor – sie ist Subjekt. Und Licht ist die eigentliche Protagonistin meiner Werke. Es ist das Licht, das alles verbindet, durchdringt, offenbart. Nur durch Licht sehen wir den Schatten. Nur durch Kontraste erkennen wir Tiefe.
Auch in meinen Bronzen – setze ich diesen Gedanken fort. Menschliche Formen verweben sich mit natürlichen Strukturen. Es geht mir nicht um Abbildung, sondern um Beziehung: Wie können wir als Menschen wieder Teil eines größeren Ganzen werden ohne zu dominieren.
Meine Kunst ist politisch. Sie klagt nicht an – sie zeigt, was wir verlieren. Sie ist eine Hommage an das, was Bestand hatte und dennoch verschwindet. Und sie ist ein Versuch, dass das, was wir verdrängt haben – Schönheit, Stille, Natur, Licht – wieder zuzulassen.