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Salon J75

Bild der Teilnehmerin Salon J75

18.-20. September
Kunstpunkt 147
Offraum Freitag bis Sonntag

Jahnstraße 75
hinterhof
barrierefrei erreichbar
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instagram.com/salonj75
siegenbruk@gmx.net

Garten Eden – Eröffnung salonj75
Zur Eröffnung lässt der salonj75 den dichten Geist der klassischen Salongalerie aufleben. Gezeigt wird das Konzept „Garten Eden“, das bereits im Offraum k29 zu sehen war und nun als Wanderausstellung fungiert. Wer hier ein friedvolles Paradies erwartet, wird jedoch mit der Verneinung der Idylle konfrontiert.

Die Kuration übersetzt die Salonhängung in ein radikales Raster streng formatgleicher Arbeiten. Auf rund sechs Metern Wandfläche pro Künstler entsteht ein visueller Überfluss, der – gleich dem unerbittlichen Wachstum eines Dschungels – den Raum dominiert und die Betrachtenden physisch erdrückt.

Drei Künstler treten in diesem Dickicht in einen Dialog, verbunden durch ihre grafische Herangehensweise:

Anibal Maximilian Kostka fokussiert sich auf tiefgreifende strukturelle Veränderungen. Seine Werke dokumentieren Wuchern, Werden und Vergehen. Durch die chronologische Erfassung dieser Prozesse macht er die unaufhaltsame Transformation und das Eigenleben der Natur greifbar.

Maximilian Siegenbruk treibt in der Serie Idylle Rekonstruktion die Zersplitterung des Paradiesgedankens voran. Über ein rekursives Baukastensystem breiten sich seine Arbeiten prozesshaft aus: Klassische Medien wie Öl und Kohle werden dekonstruiert und in hybride Mischformen aus Plotter und Zeichnung, in 3D-Drucke sowie in virtuelle Welten überführt. Dies macht das Dschungel-Wachstum auf allen Ebenen erfahrbar.

Dennis Kauzner liefert eine postapokalyptische Vision. Er lässt figurative Elemente mit abstrakten Effekten und Graffiti-Versatzstücken kollidieren. Auf seinen Bildern wuchern überdimensionierte Pflanzen über die Zivilisation hinaus; ein spekulatives Szenario, in dem sich die Natur aggressiv ihren Raum zurückerobert.