Sebastian Trägner

Morphologies2026 · Analoge Fotografie
Fotografie
12./13. September
Kunstpunkt 16
Augustastraße 14
im Innenhof
barrierefrei erreichbar
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Sebastian Trägner arbeitet an der Schnittstelle zwischen dokumentarischer Fotografie, emotionaler Bildsprache und fotografischer Abstraktion. Bekannt wurde er zunächst durch intensive Portraitarbeiten, fotografische Beobachtungen von Subkulturen sowie Arbeiten über Nähe, Körperlichkeit und soziale Wirklichkeiten. Seine frühen Serien entstanden auf der Straße, oft in unmittelbarer Begegnung mit Menschen am Rand gesellschaftlicher Sichtbarkeit. Bereits dort entwickelte sich eine Haltung, die bis heute zentral geblieben ist: ein respektvoller, empathischer Blick auf das Gegenüber.
Trägner begann autodidaktisch zu fotografieren und entwickelte seine Bildsprache über Jahre hinweg im permanenten Prozess von Versuch, Beobachtung und intuitiver Annäherung. Künstlerische Einflüsse wie Bruce Davidson und Sebastião Salgado prägten seine frühen Schwarz-Weiß-Arbeiten ebenso wie seine Nähe zu Menschen, Mode und urbanen Räumen. Mit der Zeit verlagerte sich sein Fokus mehr und mehr von der klassischen dokumentarischen Fotografie hin zu einer abstrahierteren, atmosphärischen Bildsprache.
Heute versteht Trägner Fotografie weniger als Dokumentation eines Ortes oder einer Situation, sondern vielmehr als Möglichkeit, Emotionen und Erinnerungen sichtbar zu machen. Seine Werke bewegen sich zwischen Kunstfotografie, Materialstudie und konzeptioneller Arbeit.
Er arbeitet unter anderem mit Leica Camera zusammen, war Teil internationaler Kampagnen und ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh).
In seiner aktuellen Werkphase löst sich Fotografie zunehmend von narrativer Lesbarkeit. Menschen und Orientierung verschwinden, Oberflächen und Atmosphäre rücken in den Mittelpunkt.
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