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Anica Hauswald

Bild der Teilnehmerin Anica Hauswald

ohne Titel2026 · Öl auf grundiertem Papier · 65 x 50 cm

Malerei
19./20. September
Kunstpunkt 106

Adersstraße 45
Im Hof
barrierefrei erreichbar
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anica-hauswald.de
instagram.com/anica.hauswald
anica.hauswald@gmx.de
Tel. 0162.243 19 48

Mein Malprozess ist radikal. Ich arbeite unter Bedingungen die keine Korrektur zulassen. Meine Malerei entsteht nicht aus einem fortlaufenden korrigierenden Prozess oder einer Entscheidungskette, sondern aus einer Verdichtung. Musik, Bewegung, Tanz, Abschottung etc. sind wesentlicher Teil meiner Vorbereitungen um den Raum und den Rahmen für diese Hinwendung nach innen zu schaffen. Was folgt, ist ein Moment, in dem Entladung und Wahrhaftigkeit zusammenfallen. Etwas, was nur in diesem emotionalen körperlichen Moment möglich ist.

Eine Geste. Irreversibel. Nicht wiederholbar.

Für mich ist die Geste die einzige Form, in der diese Unmittelbarkeit möglich ist. Sie lässt keine Distanz zwischen innerem Zustand und äußerer Setzung.

Meine Malerei ist prozessorientiert. Ich arbeite nicht auf ein fertiges Bild hin, sondern auf den Zustand der Entladung. Der Prozess ist schnell, weil jede weitere Setzung die Integrität des Moments brechen würde. Langsame Prozesse erzeugen Puffer. Puffer erzeugen Kontrolle und Kontrolle zerstört die Wahrhaftigkeit.
Mein Prozess basiert aber auf Wahrheit, Klarheit und Konsequenz. Ich arbeite ohne Korrektur, ohne Rückversicherung und ohne nachträgliche Anpassung. Das Werk bleibt genauso bestehen, wie es in dieser Entladung entstanden ist oder wird vernichtet.

Dass die Werke auf den ersten Blick ästhetisch wirken, steht bewusst neben der Radikalität ihres Entstehungsprozesses.
Der Betrachter begegnet nicht nur einer ästhetischen Setzung, sondern der Konsequenz, aus der sie entstanden ist. Das löst Reibung aus.
Es geht auch nicht nur um Wahrnehmung in meinen Werken, sondern vielmehr um Konfrontation.
Statt neutralem Betrachten entsteht ein Resonanzraum, in dem spürbar wird, wo man selbst ausweicht, anpasst oder zurückhält.
Meine Werke fordern Präsenz, Auseinandersetzung und die Bereitschaft, sich nicht nur mit dem Bild, sondern auch mit sich selbst zu konfrontieren. Integrität und Selbstbegegnung w